Amerikaanse IPA's en American IPA: wat is het verschil?

Amerikanische IPAs und American IPA: Was ist der Unterschied?

Roy Zwolsman

Regelmäßig bekomme ich Kunden im Laden, die von einem Familienmitglied geschickt wurden oder selbst auf der Suche nach einem leckeren Verwöhnbier sind. Die Frage, die dann oft folgt, lautet in etwa:

„Ich suche ein IPA.“

Das klingt auf den ersten Blick recht klar. Bis ich erzähle, dass wir im Laden etwa vier Meter IPAs stehen haben.

Wenn ich dann jemanden auf diese Meter voller Dosen und Flaschen zeige, sehe ich regelmäßig den gleichen Blick: okay… aber welches soll ich dann nehmen?

Und das verstehe ich eigentlich sehr gut. Denn IPA ist mittlerweile nicht mehr nur eine Biersorte. Die Welt der IPAs ist enorm vielfältig geworden. Von trocken, bitter und harzig bis hin zu weich, trüb und fast tropisch-fruchtig. Und dann haben wir noch nicht einmal über Session IPA, Double IPA, Triple IPA, West Coast IPA, New England IPA, Cold IPA und all das gesprochen, was die Brauer dazwischen erfunden haben.

Bier ist verwirrend. Das sage ich Kunden auch regelmäßig.

Bei anderen alkoholischen Getränken gibt es oft recht klare Regeln, warum etwas so heißt, wie es heißt. Nehmen wir Wein. Steht in Europa eine Rebsorte, zum Beispiel Chardonnay, auf dem Etikett, muss mindestens 85 % des Weins tatsächlich aus dieser Traube hergestellt sein.

Bei Bier funktioniert das lange nicht immer so logisch.

Ein Dubbel und ein Tripel sind zum Beispiel zwei verschiedene belgische Bierstile. Ohne Vorkenntnisse könnte man aufgrund der Namen vielleicht erwarten, dass ein Tripel einfach anderthalbmal so viel von etwas enthält wie ein Dubbel. Das ist nicht der Fall.

Und dann wird es noch lustiger.

Denn wir haben auch ein Double IPA und ein Triple IPA. Haben die dann etwas mit einem belgischen Dubbel oder Tripel zu tun?

Nein. Überhaupt nichts.

Die Begriffe sind einfach in verschiedenen Perioden und an verschiedenen Orten entstanden und haben letztendlich jeweils ihre eigene Bedeutung bekommen.

Deshalb beginne ich mit dieser Rubrik: Was ist der Unterschied?

Darin tauche ich regelmäßig in Bierstile, Begriffe und Namen ein, die wir in der Bierwelt als ganz normal empfunden haben, die aber für jemanden, der sich nicht täglich damit beschäftigt, überhaupt nicht so selbstverständlich sind.

Und für die erste Ausgabe fangen wir gleich mit einem schönen an:

Amerikanische IPAs und American IPAs

Oder, um es im Englischen etwas deutlicher zu machen:

American IPA versus IPA from America.

Denn ein amerikanisches IPA kann ein American IPA sein.

Aber ein amerikanisches IPA muss überhaupt kein American IPA sein.

Und ein American IPA muss heutzutage nicht einmal mehr aus Amerika kommen.

Verwirrend? Genau deshalb diese Rubrik.

Was ist ein American IPA?

American IPA sagt etwas über die Art des IPAs aus, das man trinkt. Es ist ein Bierstil, der in den Vereinigten Staaten entstanden ist und auf dem ursprünglichen englischen India Pale Ale aufbaut.

Laut dem amerikanischen Beer Judge Certification Program, besser bekannt als BJCP, ist ein American IPA ein hopfenbetontes, relativ trockenes und bitteres Bier. Der Stil wird traditionell stark mit amerikanischen und anderen sogenannten New World-Hops assoziiert.

Denken Sie dabei an Geschmacks- und Aromenprofile wie Zitrus, Kiefer und Harz, tropische Früchte und Steinfrüchte.

Das bedeutet übrigens nicht, dass ein American IPA per Definition mit amerikanischem Hopfen gebraut werden muss. Die aktuellen Richtlinien lassen explizit Raum für jede Hopfensorte. Das Wort American sagt hier also vor allem etwas über den Ursprung und den Charakter des Bierstils aus, und nicht über das Land, in dem das Bier tatsächlich gebraut wird.

Kurz gesagt, erkennt man ein klassisches American IPA an einem ziemlich trockenen Charakter, einer deutlichen Bitterkeit und vor allem viel Hopfen.

Ein bekanntes Beispiel ist Goose Island IPA aus Chicago. Das Bier wird seit 1990 gebraut und ist mittlerweile ein Klassiker innerhalb des Stils. Zitrus, Grapefruit, einige kiefernartige Noten und eine kräftige, aber ausgewogene Bitterkeit: genau die Art von Geschmäckern, die viele Menschen mit einem klassischen American IPA assoziieren.

Für niederländische Biertrinker ist Goose Island auch deshalb interessant, weil es eines der amerikanischen IPAs ist, das hier relativ weit verbreitet war. Gerade als Spezialbier und IPA Mitte der 2010er Jahre bei einem viel größeren Publikum beliebt wurden, lernten viele Menschen über diese Art von Bieren den ausgeprägten amerikanischen IPA-Geschmack kennen.

Wenn jemand zu mir sagt:

„Ich suche einfach so ein IPA.“

dann meint die Person überraschend oft genau diese Art von Bier. Bitter, trocken, hopfig und mit deutlichen zitrusartigen Geschmäckern.

Allerdings ist das heutzutage nur noch ein Zweig eines ziemlich großen IPA-Stammbaums.

Und was ist dann ein amerikanisches IPA?

Amerikanische IPAs sind eine viel breitere Kategorie. Damit meinen wir einfach IPAs, die in den Vereinigten Staaten gebraut werden.

Und da kann alles Mögliche dabei sein.

Das ursprüngliche India Pale Ale hat seine Wurzeln in England, aber die Vereinigten Staaten haben eine enorme Rolle bei der Entwicklung des modernen IPAs, wie wir es heute kennen, gespielt.

Amerikanische Craft-Brauer haben in den letzten Jahrzehnten intensiv mit IPA experimentiert. Mit neuen Hopfensorten, größeren Mengen Hopfen, anderen Brautechniken, unterschiedlichen Alkoholgehalten, mehr oder weniger Bitterkeit und einem völlig anderen Mundgefühl.

Daraus sind alle möglichen Varianten entstanden, die mittlerweile auf der ganzen Welt gebraut werden.

Eines der bekanntesten Beispiele ist das New England IPA, meist abgekürzt als NEIPA. Dieser Stil entstand im Nordosten der Vereinigten Staaten und ist fast das Gegenteil von dem, was viele Menschen früher unter einem IPA verstanden: trüb, weich und enorm fruchtig, mit viel weniger Betonung auf scharfer Bitterkeit.

Auch das Double IPA, oder DIPA, wurde in der amerikanischen Craft-Bierkultur groß. Mehr Alkohol, mehr Hopfen und oft auch mehr Geschmack. Mittlerweile gehen einige Brauer noch einen Schritt weiter mit dem Triple IPA, oder TIPA.

Und da hört es natürlich nicht auf.

West Coast IPA, Hazy IPA, Session IPA, Black IPA, Cold IPA: Amerikanische Brauer haben einen erheblichen Einfluss darauf gehabt, wie breit der Begriff IPA heutzutage geworden ist.

All diese Stile werden mittlerweile auch hervorragend in den Niederlanden, Belgien, England, Polen, Skandinavien und eigentlich überall dort gebraut, wo eine moderne Craft-Bierkultur entstanden ist. Dennoch bleiben die Vereinigten Staaten für viele Bierliebhaber ein wichtiger Bezugspunkt, wenn es um modernes IPA geht.

Und dann kommen wir natürlich zum Geschmack. Darüber lässt sich streiten.

Persönlich finde ich, dass gute amerikanische IPAs regelmäßig etwas mehr Tiefe und Intensität haben als ihre europäischen Gegenstücke. Das bedeutet absolut nicht, dass sie automatisch besser sind. In Europa werden mittlerweile fantastische IPAs hergestellt. Aber bei einigen guten amerikanischen Brauereien stößt man auf eine bestimmte Schichtigkeit in Hopfenaroma und Geschmack, die schwer zu übertreffen ist.

Das kann mit Erfahrung zu tun haben, mit der Verfügbarkeit und Frische bestimmter Hopfensorten, mit der Brautechnik oder einfach mit der Tradition, die dort mittlerweile aufgebaut wurde.

Also: American IPA oder amerikanisches IPA?

Damit kommen wir schließlich zur ursprünglichen Frage zurück.

Ein American IPA ist ein Bierstil. Ein in der Regel ziemlich trockenes, hopfiges und deutlich bitteres IPA, das aus der amerikanischen Interpretation des ursprünglichen India Pale Ale hervorgeht.

Ein amerikanisches IPA sagt Ihnen nur, dass das IPA in den Vereinigten Staaten gebraut wurde.

Dieses amerikanische IPA kann ein klassisches American IPA sein, aber genauso gut ein NEIPA, Double IPA, Triple IPA, West Coast IPA oder eine der vielen anderen Varianten.

Umgekehrt kann ein Brauer in Rotterdam problemlos ein American IPA brauen.

Also:

Ein American IPA muss nicht aus Amerika kommen.

Und:

Ein IPA aus Amerika muss kein American IPA sein.

Wenn jemand den Laden betritt und sagt:

„Ich suche ein amerikanisches IPA.“

dann lautet meine nächste Frage meistens:

„Meinen Sie ein IPA aus Amerika, oder suchen Sie den klassischen trockenen und bitteren American IPA-Stil?“

Bier ist manchmal verwirrend.
Aber vielleicht ist das gerade eines der Dinge, die es so interessant machen.

Zurück zum Blog

IPAs der Monarch Brewery

Die neuen IPAs der Monarch Brewery werden verantwortungsvoll mit 100 % natürlichen Zutaten gebraut

Zu betrachten